Filmbericht
Eingetragen: 03.06.2009, 10:53 Uhr - Letzte Änderung: 03.06.2009, 10:55 Uhr
Link: www.meinfilmbericht.de/film/the-strangers
The Strangers
Filmhandlung:
Filmbericht:
Es muss wirklich lange her sein, dass ein Film mir eine solche Angst zugeflößt hat wie Bryan Bertinos Regiedebüt "The Strangers". Wie dieser es schafft, auf derart effektive Weise pure Spannung zu generieren und dabei fast sämtliche Genre-Konventionen zu umschiffen, ist höchst beachtlich.
Natürlich ist die Handlung und das Grundmotiv keineswegs innovativ, doch man muss sich darüber im Klaren sein, dass es hier nicht um einen ausgefeilten Plot geht, sondern um puren, absolut schnörkellosen Terror. Denn als Zuschauer wird man hier von der ersten bis zur letzten Sekunde buchstäblich terrorisiert und die Spannung lässt zu keinem Moment auch nur im Geringsten nach. Hier gibt es keine Verschnaufpause für die Zuschauer, keine Erleichterung durch kleine humorvolle Momente. Es geht einzig und allein darum, die Panik der Protagonisten so effektiv wie möglich auf den Zuschauer zu übertragen.
Der Film attackiert menschliche Urängste wie die Angst vor der Dunkelheit und das Eindringen von Fremden in die Privatsphäre, indem das Geschehen so realistisch wie nur möglich dargestellt wird. Die beiden Protagonisten fungieren sozusagen als Spiegel des Zuschauers, da es leicht fällt sich mit ihnen zu identifizieren.
Doch der Star des Films ist Bertino, der wirklich enormes Talent beweist. Die Auswahl der Kameraeinstellungen, das furiose Sounddesign und auch das allgemeine Gefühl für Räumlichkeit sind absolut bewundernswert. Auch die brilliant eingesetzte atmosphärische Musik von tomandandy sorgt für gehörige Gänsehaut. Häufig verwendet Bertino gar keine Musik, Momente der Stille die oft am furchterregendsten sind.
Es gibt viele Zuschauer die den Film vielleicht als überflüssig und gegenstandslos empfinden. Die erkennen jedoch nicht den Punkt des Ganzen. Bertino versteht, dass der gesichts- und motivlose Angreifer am effektivsten ist. Er versucht das Böse nicht auf umständliche Weise zu erklären und zu entmystifizieren und gerade das macht den Film so universal und angsteinflößend.
"The Strangers" ist somit eine große Empfehlung für alle, die von heutzutage allgegegenwärtigen "Gewalt-Pornos" genug haben und einen Film sehen wollen, der mit minimalen Mitteln maximale Spannung erzeugt ohne auf sinnlose Gewaltexzesse zu setzen. Wer einen ausgeklügelten Plot sucht, wird definitiv enttäuscht sein.
P.S.: Den Film unbedingt bei Nacht und alleine anschauen!
Nach weiteren Berichten zu "The Strangers" suchen
Diesen Film in meinen Merkzettel eintragen
Jetzt anmelden und eigenen Bericht zu diesem Film schreiben
Link: www.meinfilmbericht.de/film/the-strangers
The Strangers
Filmhandlung:
Nach der Hochzeit eines Freundes fahren Kristen und James in ihr abgelegenes Sommerhaus. Schon kurz nach Ihrer Ankunft stellen sie fest, dass sie nicht allein sind: Zuerst klopft es an der Tür, dann erscheinen maskierte Gestalten im Wald... Aus Un...
weiter lesen
weiter lesenFilmbericht:
Es muss wirklich lange her sein, dass ein Film mir eine solche Angst zugeflößt hat wie Bryan Bertinos Regiedebüt "The Strangers". Wie dieser es schafft, auf derart effektive Weise pure Spannung zu generieren und dabei fast sämtliche Genre-Konventionen zu umschiffen, ist höchst beachtlich.
Natürlich ist die Handlung und das Grundmotiv keineswegs innovativ, doch man muss sich darüber im Klaren sein, dass es hier nicht um einen ausgefeilten Plot geht, sondern um puren, absolut schnörkellosen Terror. Denn als Zuschauer wird man hier von der ersten bis zur letzten Sekunde buchstäblich terrorisiert und die Spannung lässt zu keinem Moment auch nur im Geringsten nach. Hier gibt es keine Verschnaufpause für die Zuschauer, keine Erleichterung durch kleine humorvolle Momente. Es geht einzig und allein darum, die Panik der Protagonisten so effektiv wie möglich auf den Zuschauer zu übertragen.
Der Film attackiert menschliche Urängste wie die Angst vor der Dunkelheit und das Eindringen von Fremden in die Privatsphäre, indem das Geschehen so realistisch wie nur möglich dargestellt wird. Die beiden Protagonisten fungieren sozusagen als Spiegel des Zuschauers, da es leicht fällt sich mit ihnen zu identifizieren.
Doch der Star des Films ist Bertino, der wirklich enormes Talent beweist. Die Auswahl der Kameraeinstellungen, das furiose Sounddesign und auch das allgemeine Gefühl für Räumlichkeit sind absolut bewundernswert. Auch die brilliant eingesetzte atmosphärische Musik von tomandandy sorgt für gehörige Gänsehaut. Häufig verwendet Bertino gar keine Musik, Momente der Stille die oft am furchterregendsten sind.
Es gibt viele Zuschauer die den Film vielleicht als überflüssig und gegenstandslos empfinden. Die erkennen jedoch nicht den Punkt des Ganzen. Bertino versteht, dass der gesichts- und motivlose Angreifer am effektivsten ist. Er versucht das Böse nicht auf umständliche Weise zu erklären und zu entmystifizieren und gerade das macht den Film so universal und angsteinflößend.
"The Strangers" ist somit eine große Empfehlung für alle, die von heutzutage allgegegenwärtigen "Gewalt-Pornos" genug haben und einen Film sehen wollen, der mit minimalen Mitteln maximale Spannung erzeugt ohne auf sinnlose Gewaltexzesse zu setzen. Wer einen ausgeklügelten Plot sucht, wird definitiv enttäuscht sein.
P.S.: Den Film unbedingt bei Nacht und alleine anschauen!
| Pro: alles |
Kontra: nix |
Filmwertung des/r Autoren/in:![]() (Bewertungssystem ansehen) |
Darsteller: |
Produktionsdaten: Erschienen: 2008 Kategorie: Horror FSK: 18 Jahre |
Nach weiteren Berichten zu "The Strangers" suchen
Diesen Film in meinen Merkzettel eintragen
Jetzt anmelden und eigenen Bericht zu diesem Film schreibenKommentare
Eigenen Kommentar verfassen |
|
|
niffi Punkte: 11317 |
vom: 13.06.2009, 13:51 Uhr
Guter Bericht, auch wenn der Film für mich sicher nix ist. |
|
niffi Punkte: 11317 |
vom: 14.08.2009, 22:27 Uhr
Aaaaaaaalso mittlerweile hab ich den Film auch gesehen und mir stellenweise ordentlich ins Hemd gemacht. Psychoshocker wie er auch beschrieben wird, auch wenn er Plot einen etwas brutaleren Film vermuten lässt. Muss ich kein zweites mal sehen. Und ich weiß das ich nie mit meiner Freundin die Nacht in einem Haus im Wald übernachten werden. Alles Freakse.... |


MeinFilmBericht.de v2.0 (c) 2008, 2009 - All Rights Reserved - Alle Rechte vorbehalten